Revitalisierung
ehemaliges Warenhaus horten

Revitalisierung in Rheinisches Landestheater, Kino und Kreishaus Neuss 2000-2002

Leistung

Ausschreibung und Vergabe LP 6 und 7 HOAI

Plan Management

Projektleitung

Objektüberwachung LP 8 HOAI


Beschreibung
Der Stahlbetonbau des alten Horten-Kaufhauses wurde vollständig skelettiert und als statisches Gerüst stehen gelassen. Decken wurden ausgeschnitten und räumlich neu zugeschnitten, großflächige Fenster und neue Säulen eingesetzt, an der Oberstraße eine Achse weggenommen, am Europadamm eine hinzugefügt. So teilt sich das Gebäude in zwei Hälften, die sich eigenständig präsentieren und von der 70 Meter langen Tranktorpassage geteilt werden.


Das Rheinische Landestheater - auf insgesamt fünf Ebenen organisiert - wird vom Besucher im Erdgeschoss von zwei Seiten betreten. Das Erdgeschoss - lediglich Garderobenfoyer und Abendkasse - teilt die Szenerie mittels einer großen Treppenanlage in Oben und Unten. Auf Ebene -1 ist die Experimentierbühne mit den notwendigen Funktionsräumen etabliert, auf der Seite der Europastraße die Anlieferung mit Lagerfläche organisiert.

Alle Zugänge der Kreisverwaltung führen unmittelbar in eine großflächige, für Darstellungs- und Ausstellungszwecke gleichermassen dienende 10 x 45 Meter messende Lobby mit einer lichten Raumhöhe von 17 Metern. Dieser Raum ist glasüberdacht, so dass er für die angrenzenden und für die in den oberen Etagen befindlichen Büroräume zum zentralen Lichthof wird, um den sich die einzelnen Amtsbereiche gruppieren. Publikumsorientierte Ämter wie das Gesundheitsamt und das Straßenverkehrsamt sind im Erdgeschoss, die übrigen Amtsbereiche, zum Beispiel die Verwaltungsleitung oder die Besprechungsräume, im zweiten Obergeschoss untergebracht.


Zentrales Anliegen der Gesamtgestaltung der Architekten war es, mit wenigen Materialien (Leichtmetall, Glas, Putz) dem neuen Objekt zu einer unverwechselbaren Identität zu verhelfen.
(Textnachweis Auszüge: Ingenhoven & Ingenhoven Architekten)


Auszeichnungen:
Vorbildliche Bauten in Nordrhein-Westfalen 2005 (Land NRW/Architektenkammer NRW)


Auftraggeber
Dyckerhoff & Widmann AG

Architekt
Ingenhoven & Ingenhoven Architekten